weit jenseits des Schiefen Turms
Der Schiefe Turm von Schiefer ist die perfekte Lösung für alle, die wenig Zeit haben: ankommen, ein Foto beim „Schieben“ des Turms machen und wieder abreisen. Er ist auch der Grund, warum die meisten Besucher nie den Arno überqueren, um den Rest der Stadt zu erkunden.
Eine vergessene Seemacht
Bevor Pisa zum Inbegriff kurioser Fotos wurde, war die Stadt neben Genua, Venedig und Amalfi eine der vier Seerepubliken des mittelalterlichen Italiens. Sie kontrollierte Handelsrouten im Mittelmeer, besaß eine eigene Flotte und stand in wirtschaftlichem Wettstreit mit Mächten, die heute touristisch weitaus bekannter sind. Die Versandung des Arno und der Aufstieg von Florenz beendeten diese Ära, doch das Stadtbild Pisas trägt noch heute Spuren dieses Erbes.
Eine Universitätsstadt, nicht nur eine Touristenstadt.
Die 1343 gegründete Universität Pisa trägt dazu bei, dass die Stadt auch außerhalb der Touristensaison lebendig bleibt. Dies spiegelt sich in Vierteln wie Borgo Stretto wider, mit seinen Buchhandlungen, Bars und einem Alltagsleben, das nicht von den Durchreisenden auf dem Weg zum Schiefen Turm abhängt.
Verbindung mit Lucca
Pisa ist unter den größeren toskanischen Reisezielen die nächstgelegene Stadt zu Lucca und nur etwa dreißig Minuten mit dem Zug entfernt. Die beiden Städte waren historisch gesehen Rivalen (Lucca bewahrte seine Unabhängigkeit jahrhundertelang, um nicht von Nachbarstädten wie Pisa und Florenz vereinnahmt zu werden), und diese historische Rivalität trägt mit dazu bei, dass Lucca bis heute seine ummauerte Identität bewahrt hat.
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